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Gemeindebrief

Wissenswertes zu unserem Gemeindebrief

Liebe Leserinnen und Leser,
vielleicht fragen Sie sich beim Lesen des Titels unseres Gemeindebriefes, warum unser Gemeindebrief eigentlich den Titel „Hahnschrei“ trägt. Das sei doch ein seltsamer Name und die Geschichte mit Petrus und dem Hahn sei doch eher eine der negativ besetzten Geschichten des Neuen Testamentes.
Die Antwort auf diese Frage ist relativ leicht: als nämlich unter Pfarrer Pfaller und Vikar Büttner ein Name für den damals ersten Gemeindebrief gesucht wurde, reichte ein Blick hinauf auf den Turm, auf dessen Spitze der goldene Hahn zu sehen ist (bei gutem Wetter kann man ihn im Übrigen mit bloßem Auge vom Gipfel des Hochgrats erkennen). Und schon war der Titel „Hahnschrei” geboren.

Zugegeben: als Titel für einen Gemeindebrief ist er sicher ungewöhnlich. Vor allem wegen dieser Geschichte von Petrus und dem Hahn. „In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“, so sagt Jesus im Matthäusevangelium zu Petrus und kündigt an, dass Petrus in dieser Nacht nicht zu ihm stehen wird. Diese Geschichte erinnert uns bis heute an die Momente des Versagens auch in unserem Leben und an solche Momente möchte man nicht unbedingt erinnert werden.
Und „Hahnschrei“, das klingt auch ein wenig marktreißerisch und aufdringlich und laut schreiende Menschen sind uns oft unangenehm.

In meinen Augen freilich ist der Titel sehr passend. Denn diese Geschichte mit Petrus ist ja weitergegangen. Die Verleugnung bedeutete für Petrus nicht das Ende, ganz im Gegenteil. Du bist Petrus, auf diesen Fels will ich meine Kirche bauen, so sagt Jesus später zu ihm. Nicht auf Heilige, nicht auf Übermenschen baut Jesus, sondern auf Menschen mit Schwächen und Fehlern. Kirche, das ist ein Haus aus lebendigen Steinen und wenn der Hahn oben auf der Spitze der Kirche sitzt, dann erinnert er eben auch an diese Seite. Und zu dieser Kirche gehören wir alle, mit unseren Fehlern und unseren Schwächen. Dies immer wieder neu zu hören, dazu bräuchte es im Stimmengewirr unserer Zeit immer wieder einen lauten Schrei, damit wir diese Botschaft nicht überhören.

Petrus war es im Übrigen auch, der an Pfingsten die erste Predigt gehalten hat. Ob er dabei geschrien hat, steht nicht in der Bibel. Aber er hat sich Gehör verschafft. Und auch daran erinnert uns der Hahnschrei: dass es an uns allen ist, der Botschaft Gottes immer wieder neu Gehör zu verschaffen.

Unser Gemeindebrief erscheint im Übrigen viermal im Jahr: vor Weihnachten, vor Ostern, zum Sommer und zum Herbst.

 

 

Die Gemeindebriefe als PDF zum Downloaden

Hahnschrei_12.17.–3.18                                                                                                                                                                                                       Hahnschrei_2017.10-12.pdf
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